Microsoft Firma (Windows Betriebssysteme)

1525 Wörter [ 3 Weblinks ] - Aktualisiert: 2016-10-16 Seite erstellt: 2001-09-19 [SB]



Microsoft Firmengeschichte

Website 2007 Paul Allen und Bill Gates gingen zur selben Schule und gründeten gemeinsam 1971 die Firma Traf-O-Data für die Herstellung von Kleinstcomputern mit Intel CPU für die Verkehrserfassung. Sie bekamen einen Vertrag bei MITS (Micro Instrumentation und Telemetry Systems) um BASIC für den Altair bereitzustellen. 1974 entwarfen sie die Programmiersprache BASIC für den Altair 8080 als Lakeside Programmers Group. Fortran und Cobol wurden ebenfalls für den Altair programmiert und portierten den BASIC-Interpreter für den TRS-80 von Tandy. Im Sommer 1975 wurde die Firma Micro-Soft gegründet um Software für den IBM PC zu entwickeln und die Programmiersprache Basic zu portieren. Später folgten ab 1977 Fortran und Assembler, Cobol in 1978 und Pascal ab 1980.
1978 lizensierte Microsoft von AT&T eine Entwicklungslizenz für Unix. Weil AT&T aber den Namen des Betriebssystems UNIX rechtlich hatte schützen lassen, benannte Microsoft die eigene Unix-Variante als Xenix.

1980 zog das Unternehmen mit nunmehr 38 Mitarbeitern nach Seattle und brachten es auf 8 Millionen US-Dollar Umsatz. Zu dem Zeitpunkt suchte IBM für seine Mikrocomputer ein Betriebssystem das Massenmarkt tauglich ist. IBM wandte sich zunächst erfolglos an DR (Digital Research) und danach an Microsoft, die inzwischen durch Steve Ballmer (zuständig für Organisation&Finanzen) verstärkt worden war. Microsoft besass kein eigenes Betriebssystem und kaufte deshalb Q-DOS von Seattle Computer Products für 50.000 US-Dollar. IBM lizensierte es unter dem Namen MS-DOS. Der IBM-PC wurde ein überwältigender Erfolg. In Folge dessen stieg der Umsatz und Gewinn von Microsoft weiter an. Bill Gates traf mit SCO einen Vertrag um eine Unix-Variante für die IBM-PCs herauszubringen. Erst mit Veröffentlichung des 80286 Prozessor gelang die erfolgreiche Umsetzung. Microsoft kümmerte sich primär um das OEM Geschäft und SCO war für die Anpassung und Verbesserung des UNIX-Derivat zuständig. Im Juli 1987 übernahm Microsoft die Firma Forethought und integrierte die Software als Powerpoint zu den eigenen Office Anwendungen. Seit 1994 wurden durch Werbemassnahmen der Slogan "Where Do You Want to Go Today?" geprägt.

Wurde für Windows ursprünglich ein monolithischer Kernel verwendet erfolgte später der Umstieg auf den Mikrokernel. Vergleichbar unter den verschiedenen Windows Versionen ist die einheitliche Programmoberfläche in Visual C mit weitgehend einheitlicher Benutzerfreundlichkeit. Windows profitiert von einer enorm hohen Anzahl von Free- und Shareware von anderen Anbietern. Die von Microsoft gesteuerte Windows und allgemeine Software Entwicklung folgt einer festgelegte Roadmap, der Produktlebenszyklus ist limitiert und Updates sowie Support für einen fixen Zeitraum verfügbar. Der Support wird direkt durch Microsoft oder zertifizierte Partnerfirmen realisiert. Bis heute hat sich das erfolgreiche Unternehmen zum Hauptziel gesetzt, Betriebssysteme in Form von Windows für den Personal (Endanwender), Professional und Server Bereich (Unternehmen) anzubieten. Das Geschäftsmodell von Microsoft bietet eine einheitliche Plattform für Anwender und Unternehmen mit einheitlichen Implementierungen für Softwareentwickler.

Die Windows .NET Server (Windows Server 2003) sollen bei Fertigstellung als Web-Server Version, Standard-Server, Enterprise- sowie Datacenter-Version vorliegen. Die Enterprise- und Datacenter-Version werden auch als 64-Bit Version für den Intel Itanium entworfen. Für den Informationsaustausch werden die offenen Standards XML (Extensible Markup Language), SOAP (XML-basiertes Protokoll für den Austausch strukturierter und typisierter Informationen im Web) und UDDI (Universal Discovery Description and Integration) einbezogen. Im Januar 2002 gab Bill Gates in einer internen Mail den Start der "Trustworthy Computing" Initiative bekannt. Das Kernkonzept von Peter Biddle stellt sich eine Kombination aus Hardware und Software vor, die eine neuartige Sicherheitsarchitektur mit dem Projektnamen Palladium (später in NGSCB umbenannt) vorsieht. Namenhafte Hersteller wie Intel und AMD unterstützen bereits diese Initiative und arbeiten gemeinsam an der Verwirklichung. Kernpunkte sind die sichere Kommunikation aller Hardware Komponenten untereinander, eine in Windows integrierbare Firewall, nicht einsehbare Speicherbereiche für Anwendungen, verschlüsselte Daten, Signaturenprüfung für Anwendungen sowie verschiedene Autorisierungs- und Authentifizierungsdienste und DRM (Digital Rights Management). Dieses Konzept wird ein völlig anderes Computer Konzept benötigen, die Verschlüsselung und Entschlüsselung soll durch einen Co-Prozessor sichergestellt sein. Windows mit dem Codenamen Longhorn soll diese Technologie bereis enthalten und etwa 2004 auf den Markt kommen. 2002 erwirtschaftete Microsoft bei einem Umsatz von 28,4 Milliarden Dollar etwa 7,8 Milliarden Dollar Gewinn. In der Jahresbilanz 2003 verfügt Microsoft über mehr als 49 Milliarden Dollar in bar, zuzüglich Firmen-Aktien und Anteile. Der Markterfolg von Microsoft Produkten ist begründet durch langfristige Vorankündigungen, zeitig verfügbare Betaversionen für Programmierer und Interessierte sowie viele Marketingmaßnahmen. Im September 2005 kündigte Microsoft die Konsolidierung der bisherigen 7 Geschäftsbereiche in 3 Sparten an: Business Division (bisher Information Worker, Microsoft Business Solutions), Entertainment&Devices (bisher Home and Entertainment, Embedded Devices) und Products&Services (bisher Windows Client, Server&Tools, MSN). Microsoft stellte am 11. Juli 2006 den Support für Windows 98/SE/ME ein, es sind jetzt keine neuen Updates oder Sicherheitspatches mehr verfügbar.

Am 15.06.2006 gab Bill Gates bekannt sich ab Juli 2008 vom Tagesgeschäft und seiner Führungsrolle von Microsoft zurück zu ziehen. Für einen reibungslosen Übergang übernehmen Ray Ozzie (Chief Software Architect) und Craig Mundie (Chief Research and Strategy Officer) bereits Hauptverantwortungen von Bill Gates. Am 06.01.2008 verabschiedete sich Bill Gates in seiner letzten Rede auf der Consumer Electronics Show (CES) offiziel von seiner Haupttätigkeit bei Microsoft. Ab Juli 2008 will sich Bill Gates mit seiner Frau Melinda Gates hauptsächlich der Bill&Melinda Gates Stiftung widmen und für Microsoft nur noch in der Funktion eines Vorsitzenden und Beraters in Kernfragen zur Verfügung stehen.

Microsoft einigte sich mit mehreren Linux-Distributoren gemeinsam die Verwaltung und Zusammenarbeit der verschiedenen Betriebssysteme zu verbessern. Die Übereinkunft schließt Lizenzabkommen mit ein, die Arbeit am Formataustausch zwischen OpenXML sowie Open Document Format (ODF) und bietet teilweise wechselseitig Sicherheit gegen Patentansprüche. Dazu zählen die Firmen Xandros (Juni 2006), Novell (Nov. 2006), Linspire (Juni 2007) und TurboLinux (Okt. 2007).

Seit längerer Zeit arbeitet Microsoft an einem vollständig anderen Betriebssystemkonzept als Windows. Das Singularity Project wird von Grund auf für Zuverlässigkeit konzipiert. Dafür sind angepasste Programmierwerkzeuge notwendig um eine neue Systemarchitektur zu verwirklichen. Unter dem Entwicklungsnamen Singularity sollen alle Programme in isolierten Prozessen laufen.

Softwaretitel


- Visual-Basic, Programmiersprache
- Visual-C++, Programmiersprache
- Visual-J++, Programmiersprache
- Visual FoxPro, Programmiersprache
- Office 2000 mit den Einzelanwendungen Word, Excel, Access, PowerPoint (Juli 1987 durch Übernahme von Forethought)
- Project 2000, Planung von Projekten
- Exchange Server, E-Mail Dienst
- SQL Server, Datenbank Dienst
- Frontpage, HTML-Programm
- Publisher, Websiten Manager
- PhotoDraw, Pixel-Bildverarbeitung
- Encarta 2000, Wissen Lexikon
- Internet Explorer, Internet-Browser
- DirectX, Softwareschnittstelle für 3D-Spiele
- Host Integration Server 2000
- Site Server 3.0
- BackOffice Server 4.5
- ODBC 3.0
- Proxy Server 2.0
- Internet Security und Acceleration (ISA) Server
- Systems Management Server
- SNA Server
- Internet Information Server (IIS)
- Microsoft Bob (1992)
- Services for Unix (SFU)
- Microsoft Works wird 1986 vorgestellt
- Windows Betriebssysteme
- Singularity Betriebsystem (in Entwicklung)
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Entwicklung von Microsoft


4. April 1975 Gründung von Micro-Soft Corporation durch William H. Gates III und Paul G. Allen in New Mexico.

26. November 1976 Der Begriff Microsoft wird als Markenname registriert.

29. November 1979 In Belgien wird die erste Niederlassung in Europa gegründet, der Hauptgeschäftssitz wurde nach Washington verlegt.

25. Juni 1981 Gründung der Microsoft Inc. mit Bill Gates als Präsidenten und Paul Allen als Executive Vice President. Microsoft beschäftigt 128 Angestellte und erzielt einen Umsatz von 16 Millionen Dollar im Jahr.

12. August 1981 IBM führt den ersten PC ein und liefert ihn mit Microsofts 16-Bit Betriebssystem MS-DOS 1.0 aus.

29. September 1983 Abonnenten der Fachzeitschrift "PCWorld" erhalten eine kostenlose Diskette mit der Demoversion von Microsoft Word.

10. November 1983 Ankündigung von Microsoft Windows, der Erweiterung von MS-DOS mit einer grafischen Benutzeroberfläche.

24. Januar 1984 Markteinführung des Macintosh durch Apple. Microsoft wird zu einem der führenden Anbieter von Software für den Macintosh.

20. November 1985 Microsoft Windows wird auf den Markt gebracht. Durch die wenig verfügbare Software bleibt die Marktakzeptanz zunächst gering.

26. Februar 1986 Umzug des Hauptgeschäftssitz nach Redmond in Washington.

13. März 1986 Börsenstart von Microsoft. Der Anfangskurs liegt bei 21 Dollar und erreicht am Schluss des ersten Börsentags 28 Dollar.

22. Mai 1990 Windows 3.0 wird veröffentlicht.

25. Juli 1990 Mit dem 15-jährigen Bestehen feiert Microsoft auch das Erreichen der ersten Umsatzmilliarde.

30. August 1990 Die Microsoft Consulting Services wird gegründet um Großkunden beim Einsatz von Microsoft Software zu unterstützen.

24. Mai 1993 Einführung von Windows NT.

14. November 1994 Start einer internationalen Werbekampagne mit dem bekannten Slogan: "Where do you want to go today?".

24. August 1995 Weltweite Einführung von Windows 95. In den ersten 4 Tagen wird Windows 95 über eine Millionen mal verkauft.

27. November 1995 Veröffentlichung des Internet Explorers 2.0 für Windows 95.

7. Dezember 1995 Bill Gates verpflichtet Microsoft zum verstärkten Engagement im Internetbereich.

25. Juni 1998 Weltweite Einführung von Windows 98.

13.01.2000 Am Abend gab Bill Gates seinen Rücktritt aus dem Vorstandsvorsitz der Firma Microsoft bekannt. Steve Ballmer, der seit 1998 eine Position als Präsident hat, übernimmt seine Stelle als Chief Executive Officer (CEO). Gates bleibt weiter im Vorsitz des Aufsichtsrates (Chairman) aktiv und ist als Chief Software Architect tätig.

17. Februar 2000 Weltweite Einführung von Windows 2000.

22. Juni 2000 Microsoft stellt das Konzept der Microsoft .NET™ Plattform vor, einer neuen Generation von Internet-Software und Services. Mit der Unterstützung von XML sollen neue und dynamische Vernetzungsmöglichkeiten entstehen und Daten beliebig in andere Formate und Layout's konvertiert werden.

25.10.2001 Veröffentlichung des Windows XP Betriebssystem.

7.11.2002 Veröffentlichung des Tablet PC.

24. Juni 2002 "Trustworthy Computing" Initiative wird gestartet, Sicherheitskonzept Palladium (später NGSCB) wird vorgestellt

April 2003 Windows .NET Server sind fertig.

Dezember 2003 Unternehmen können das FAT-Dateisystem lizenzieren

Quelle: Microsoft