Haiku Betriebssystem

338 Wörter [ 10 Screenshots ] [ 3 Versionen ] [ 1 Weblinks ] - Aktualisiert: 2017-03-27 Seite erstellt: 2010-02-01 [SB]



Haiku

Haiku ScreenshotOpenBeOS (OBOS) ist das am 18. August 2001 neu gegründete Projekt zur offiziellen Fortsetzung von BeOS als OpenSource Projekt. Nicht von BeOS freigegebener Quellcode wird neu geschrieben um lizenzpflichtigen Quellcode zu umgehen. Michael Phipps gab am 19.06.04 auf der Veranstaltung WalterCon 2004 die Umbenennung von OpenBeOS in Haiku bekannt. Ziele dieses Projektes sind die Erstellung eines Desktop-Betriebssystems das keine Administration benötigt, einfach in der Benutzung und offen im Quelltext ist. Hohe Performance soll auch auf älteren Computern selbst mit komplexen Anwendungen möglich sein. Von BeOS wurden nur der Tracker als Dateimanager und die Deskbar als Programmmenü übernommen. Alle andere Bestandteile des Betriebssystem sind selbst entwickelt oder stammen von OpenSource Software.

Als Entwicklungsplattform sollen zukünftig auch Linux und BSD-Derivate dienen. Primäre Plattform ist die x86 32-Bit und PowerPC Architektur, SMP wird unterstützt. Das erste Release von Haiku soll vollständig binärkompatibel zu BeOS Release 5 (R5) sein, erweiterte Funktionen und Benutzerfreundlichkeit bieten sowie zahlreiche Verbesserungen enthalten. In einem folgenden Release soll dieses Betriebssystem Multi-User fähig werden, 64-Bit Prozessoren unterstützen und das neue Dateisystem FutureHaikuFileSystem verwenden.

Die minimalen Hardware-Voraussetzungen zu Anwendungszwecken von Haiku sind ein Pentium II 400 MHz, mit 128 MByte Arbeitsspeicher und 1 GByte freier Festplattenspeicher. Das Betriebssystem richtet sich vorallem an Endanwender und Entwickler.

Die dritte Vorabversion ist mit Haiku R1 (Alpha 3) im Juni 2011 erschienen. Es sind etwa 800 Bugs seit der vorherigen Alpha-Version behoben worden. Laut den offiziellen Release Notes gab es allgemein Verbesserungen in der Stabilität und in der Erweiterung der Produktmerkmale. Lese- und Schreibzugriffe auf verschiedene Dateisysteme wie z.B. btrfs, exFAT, ext2, ext3, ext4, NTFS und UDF wurden in der Leistungsfähigkeit verbessert. Die Hardwareunterstützung ist in den Technologien IO-APIC, ACPI, videotreiber, Netzwerktreiber sowie USB erheblich gesteigert worden. Mit der Unterstützung von PAE im Kernel sind nun mehr als 4 GByte physischer Arbeitsspeicher verwendbar.

Das Media Kit bietet eine Verbesserung in der Wiedergabe und Verarbeitung verschiedener Audio- und Video Dateiformate. Im Bereich der Emailkommunikation wird nun auch IMAP vom Mailsystem unterstützt.



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Haiku (r21624), Boot BildschirmHaiku (r21624), Systeminfo und TerminalHaiku (r21624), geöffnetes ProgrammverzeichnisHaiku Alpha 3, Boot Bildschirm
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Haiku Alpha 3, grafische FestplattenbelegungHaiku Alpha 3, Programme und Demos

Versionen

Datum - Version
2009 Sept. - Haiku R1 (Alpha 1) veröffentlicht
2010 Mai - Haiku R1 (Alpha 2) veröffentlicht
2011 Juni - Haiku R1 (Alpha 3) veröffentlicht

Weblinks

[ Haiku-OS ]